Jahr für Jahr machen sich am Freitag vor dem Dreifaltigkeitssonntag ca. 200 Wallfahrerinnen und Wallfahrer auf den Weg nach Gößweinstein. Sie lösen damit ein Gelübde aus dem Jahr 1684 ein. Damals gelobte die Staffelsteiner Bevölkerung alljährlich zur Heiligen Dreifaltigkeit nach Gößweinstein zu wallen, da der Stadtbrand die Pfarrkirche St. Kilian und einige umliegende Häuser verschont hatte. Trotz Wallfahrtsverboten und Kriegen blieben die Staffelsteiner all die Jahrhunderte hindurch ihrem Versprechen treu.
Nach einem Gottesdienst am Freitag um 9.00 Uhr wallen sie den Lautergrund entlang nach Wattendorf (Mittagspause) und weiter bis Königsfeld. Von dort geht es nach wenigen Stunden Schlaf nach der "Frühmesse" um 2.00 Uhr durchs Aufseßtal bis Wüstenstein zur Frühstückspause. Um die Mittagszeit ziehen die Wallfahrer in die Basilika Gößweinstein ein. Nachmittags halten sie eine kurze Andacht in der Basilika. Der Sonntag beginnt mit dem Wallfahrtsgottesdienst um 6.00 Uhr in der Basilika, ausgewallt wird anschließend gegen 8.45 Uhr. Auf dem gleichen Weg wie auf dem Hinweg erreichen sie am späten Nachmittag Königsfeld. Nach dem Gottesdienst um 7.30 Uhr wallen sie über Wattendorf (Mittagspause) zurück nach Bad Staffelstein. Dort werden die Wallfahrer an der Ellner-Mühle von der Bevölkerung herzlich mit Blumensträußen begrüßt und ziehen feierlich in die Pfarrkirche ein, wo sie ihre Wallfahrt abschließen.
Eingeladen mitzuwallen ist jeder, egal ob katholisch oder evangelisch, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau. Wer sich interessiert, kann sich gerne an die Wallfahrtsleiterin Sabine Scheer (Tel. 09573/331147) wenden.
Sabine Scheer, Wallfahrtsleiterin