Ein Kernsatz von Adolph Kolping lautete: „KOLPING - Gemeinschaft die trägt.“
Damit beschreiben wir, was unsere Vorstellung in der Kolpingfamilie ein soll: Eine Gemeinschaft, die im Glauben an Jesus Christus zusammenhält und aus dem Geist der katholischen Soziallehre heraus das Leben der Menschen in Familie, Beruf und Freizeit sowie in Kirche und Gesellschaft gestaltet.
Unsere Kolpingfamilie in Bad Staffelstein wurde im April 1948 gegründet und ist in diesen 65 Jahren ihres Bestehens immer eine tragende Säule des kirchlichen Lebens in der Gemeinde gewesen.
Heute präsentiert sich unsre Kolpingfamilie als eine Gemeinschaft, die allen offen steht, die sich an den Grundideen unsres Gründers orientieren. Für unsere Arbeit sind vier Säulen das Leitmotiv: -Beruf-Familie-Gesellschaft-Kirche-
Ein abwechslungsreiches Programm führt uns durch das ganze Jahr und es werden Themen angeboten, die dem Leitmotiv entsprechen. Wir sind offen für alle Mitmenschen, die sich den Grundideen Adolph Kolpings öffnen können und laden ein, in unsrer Gemeinschaft einen Platz zu finden der allen das Gefühl des „WIR“ gibt.
Kontakte zu unsrer Kolpingfamilie finden sie:
1. Vorstand
Winfried Butz, Pferdsfelder Weg 58, 96231 Bad Staffelstein
Tel. 09573 3989 E-Mail: winfried.butz@freenet.de
2. Vorstand
Johann Baier
Präses
N.N.
Adolph Kolping - wer war dieser Mann?
Im Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren, wächst er mit noch 4 Geschwistern in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Er besucht 6 Jahre die Volksschule und erlernt schon mit 12 Jahren das Schuhmacherhandwerk. Nach bestandener Gesellenprüfung ging Kolping auf die Wanderschaft. In dieser Zeit lernte er die Lebensbedingungen und Lebensweisen vieler Handwerksgesellen kennen und war entsetzt von den oft menschenunwürdigen Lebenssituationen.
Mit 22 Jahren musste er aus gesundheitlichen Gründen seinen Handwerksberuf aufgeben und ringt mit der Entscheidung, sein bisheriges Leben zu ändern und Priester zu werden. Im Alter von 23 Jahren wagte er diesen ungewöhnlichen Schritt. Nach Gymnasium und Theologiestudium wird er am 14. April 1845 zum Priester geweiht. Als Kaplan in Wuppertal lernt er den dortigen Gesellenverein kennen und wird 1847 dessen Präses. In diesem Zusammenschluss von Gleichgesinnten erkennt Kolping ein geeignetes Mittel zur Bewältigung persönlicher Nöte und sozialer Probleme. Er lässt sich nach Köln versetzen und gründet dort im Mai 1849 den katholischen Gesellenverein. Hier findet Kolping seine eigentliche Lebensaufgabe. In seinen Gesellenvereinen will er jungen Menschen in bedrängten Situationen Hilfestellung leisten.
Hier erleben sie Gemeinschaft und Geborgenheit, allgemeine, berufsbezogene und religiöse Bildung, ergänzt durch geselliges Miteinander. Sozialer Wandel durch Veränderung der Menschen – so lässt sich Kolpings Anliegen zusammenfassend kennzeichnen. Damit ist Kolping ein Initiator der katholischen Sozialbewegung und Wegbereiter der katholischen Soziallehre.